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Über einen Satz aus dem Jahr 1955 – und darüber, was eine Frist mit unserer Arbeit macht.

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Nicht die Aufgabe bestimmt oft unsere Zeit, sondern die Frist, die wir ihr geben.

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Ein Satz, der hängen bleibt

«Arbeit dehnt sich in genau dem Mass aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.»

Diesen Satz schrieb der britische Historiker Cyril Northcote Parkinson 1955 in einem satirischen Essay im «Economist». Gemeint war ursprünglich die wachsende Verwaltung. Bekannt geworden ist er als Parkinsonsches Gesetz – und er passt erstaunlich gut auf den Alltag vieler Büros.

Quelle: Parkinson, C. N. (1955). Parkinson's Law. The Economist, 19. November 1955. Online.

Was eine offene Frist mit uns macht

Wer viel Zeit hat, fängt später an. Er überarbeitet länger. Er feilt an Details, die niemand vermisst hätte. Und er trägt die Aufgabe länger mit sich herum, als nötig wäre.

Das ist kein Zeichen von Faulheit. Eher von etwas sehr Menschlichem: Eine Aufgabe ohne klare Grenze bleibt offen. Und was offen ist, beschäftigt uns – auch dann, wenn wir gerade nicht daran arbeiten.

Mehr Druck ist nicht die Antwort

Daraus folgt nicht, dass man alle Fristen halbieren sollte. Zu knappe Fristen erzeugen Stress, Fehler und Nacharbeit. Das wäre das Gegenteil von dem, was ich meine.

Es geht um etwas anderes: um Fristen, die realistisch und verbindlich zugleich sind. Und um die ehrliche Frage, wie viel Zeit eine Aufgabe wirklich braucht – nicht, wie viel Zeit gerade zur Verfügung steht.

Was mir hilft

Die eigentliche Frage

Am Ende geht es weniger um Effizienz als um Freiheit. Wer seine Zeit bewusst begrenzt, gewinnt Raum – für die Dinge, die sonst immer liegen bleiben.